Wie wurde Tipi entdeckt?

Luc Nicon (*1957 in Montpellier) beriet viele Jahre lang Politiker und Manager und machte sich in Frankreich einen Ruf als pädagogischer Berater. Während 25 Jahren begleitet er Leistungssportler und andere Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen. In dieser Zeit machte er beinahe zufällig eine Entdeckung, die ihn zu seiner Herangehensweise mit Tipi führte. Er beriet einen Mann, der wegen einer hartnäckigen Lernblockade sehr verzweifelt war. Am Ende seines Lateins bat Luc Nicon seinen Klienten, einfach einmal die Augen zu schließen und genau in die Körperempfindungen seines Stresses hineinzuspüren, die Empfindungen geschehen zu lassen und zu schauen, was geschieht.

 

Und während er als Coach gedanklich noch in seinem „Werkzeugkoffer“ nach einem Wundermittel suchte, mit dem er sein Gegenüber für heute entlassen konnte, stellte er fest, wie sich die Züge seines Klienten entspannten. Nur wenige Minuten waren seit Beginn der von Luc Nicon vorgeschlagenen Körperreise vergangen. Der Mann öffnete die Augen und meinte ruhig, seine Blockade sei offensichtlich verschwunden.

 

Luc Nicon begann systematisch mit diesen Körperempfindungen zu arbeiten, auch indem er sich von seinen Klienten diese Wahrnehmungen im Detail beschreiben ließ. Mit der Zeit fiel ihm auf, wie sehr sich die Beschreibungen völlig verschiedener Menschen mit gänzlich unterschiedlichen emotionalen Problemen ähnelten und wie sehr ihre beinahe stereotype Beschreibung bestimmter Abläufe an typische Geburtsvorgänge erinnerte. Er begann die Fachliteratur aus diesem Bereich zu studieren und war überrascht, wie sehr das Geschehen in der pränatalen Phase und während der Geburt mit den Schilderungen der von ihm begleiteten Personen übereinstimmte.

 

Er suchte das Fachgespräch zu praktizierenden Gynäkologen und führte schließlich eine Studie durch, um zu selbst besser zu verstehen, was er da entdeckt hatte, und um die Erkenntnisse zu objektivieren. Die Studie lief vier Jahre lang bis 2007 – als juristischen Rahmen gründete er dafür einen Verband, den er „Tipi“ taufte. Seit 2010 widmet Luc Nicon seine gesamte Zeit der Entwicklung und Verbreitung der Herangehensweise von Tipi, auch auf internationaler Ebene.

Seine Studienergebnisse hat Luc Nicon in dem Buch „Befreit von alten Mustern“, erschienen 2011 beim Junfermann-Verlag, zusammengeführt.